:: ÜBER UNS

Im Sommer 2005 war die Gründungsfeier unseres Lionsclubs.
28 Frauen, alle beruflich und privat sehr engagiert, haben sich zusammengefunden, um sich mit gemeinsamer Kraft den Projekten zu widmen, die sie für unterstützungswürdig halten.
Gründungspräsidentin war Dr. Evelyn Luhrenberg, die gemeinsam mit Irmtraud Manke-Bergbauer (Präsidentin 2006), Cornelia Spang (Schatzmeisterin 2005 - 2011) und Hildegard Gräbig in langer Vorbereitungsarbeit die Weichen für den neuen Lions Club gestellt hat.
Während der zweimaligen Treffen pro Monat waren zunächst viele administrative Aufgaben zu bewältigen, und auch die zahlreichen Ämter mussten verteilt und mit Leben gefüllt werden. Und last but not least war es wichtig, dass wir uns untereinander besser kennen lernten.
Dabei waren neben den vielfältigen Herausforderungen der Aufbauphase auch unsere Clubfahrten wichtig. Inzwischen ist die Clubarbeit den Kinderschuhen entwachsen, hat Gestalt angenommen und sich verstetigt.
Gemeinsam haben wir bereits eine Reihe beachtlicher Activities mit Engagement, dabei immer aber auch mit viel Spaß erfolgreich durchgeführt und konnten mit den Erlösen ausgewählte Projekte finanziell unterstützen.
Warum Rebecca Hanf?
Gesucht: keine Fantasie-Bezeichnung, sondern ein authentischer Name, der für Programm,
Haltung und Ziele steht.
Gefunden: der Name einer jüdischen Frau, die sich für Frauen und deren Rechte
einsetzte, Kunst und Kultur förderte.
Ihr Name: Rebecca Hanf (1863 – 1944).
Die 28 Gründerinnen des jüngsten Wittener Lions Clubs, bestehend seit Juni 2005,
setzten mit der einstimmigen Namenswahl auch ein Zeichen gegen Rechtsradikalismus
und gegen das Vergessen.
Rebecca Hanf, verheiratet mit einem Wittener Bankier,
wurde 1944 in Auschwitz ermordet.

Unterstützung
für Frauen, Jugend und Kinder hat beim LC Witten Rebecca Hanf Vorrang. Spenden
aus den Aktivitäten flossen bislang gezielt in diese Richtung: Frauenhaus, Pro
Familia, Klasse 2000.
Doch bei allen vordringlichen Hilfsaktionen bleibt die Namensgeberin präsent.
Deshalb beteiligten sich die Lions-Frauen finanziell am Ankauf einer dreiteiligen
Rauminstallation des Künstlers Michael Görler durch das Stadtarchiv Witten.
Die mittlere der drei Stelen (Foto Jörg Fruck, Stadt Witten) stellt Rebecca
Hanf dar. Das kommunale Archiv hat die Geschichte der jüdischen Bevölkerung
ausführlich dokumentiert und vervollständigt sie stetig mit neuen Zeugnissen
aus Quellen, die auch Jahrzehnte nach dem Holocaust noch nicht versiegt sind.